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Nach verheerenden Feuersbrünsten in den ersten Jahren des vergangenen Jahrhunderts, denen der halbe Ortskern von St. Lorenzen zum Opfer fiel, wurde erstmals von der Notwendigkeit einer Freiwilligen Feuerwehr gesprochen. Dennoch dauerte es noch 5 Jahre, bis die Freiwillige Feuerwehr St. Georgen gegründet wurde.

Am 21. November 1908 fand die Gründerversammlung statt. Dem ersten Kommandanten, Oberlehrer Hans Blumauer, standen 31 Feuerwehrmänner zur Verfügung. Löscheimer, Kübelspritzen sowie eine von Pferden gezogene Handspritze stellten damals das Einsatzgerät dar. Als erstes Rüsthaus fungierte eine Holzbaracke in St. Georgen.
Unter Hauptwehrmann, Oberlehrer Franz Schenk, fand 20 Jahre später, am 8. September 1928 die feierliche Einweihung der ersten Motorspritze statt. Um bei zukünftigen Einsätzen schneller am Einsatzort zu sein, wurde 1930 auch in St. Lorenzen ein weiteres Rüsthaus mit Schlauchturm errichtet.

Im Jahre 1944 wurde mit der Rosenbauer TS8 eine weitere Tragkraftspritze angeschafft. 1948 folgte das erste Kraftfahrzeug – ein Jeep aus Wehrmachtsbeständen. Unter Hauptmann Peter Schlick wurde im Jahre 1950 mit dem Bau eines neuen Rüsthauses in St. Georgen begonnen, welches am 2. September 1951 feierlich eröffnet wurde. Ebenfalls im Jahr 1951 beschaffte die Freiwillige Feuerwehr ein zweites Einsatzfahrzeug, abermals einen Jeep.

Mit dem Erlös des Faschingrennens konnte 1963 eine elektische Feuersirene angekauft werden. Dank großzügiger Spenden der Bevölkerung konnte 1965 ein weiteres Fahrzeug, ein Landrover mit Vorbaupumpe, angeschafft werden. Im Jahr darauf, 1966, wurde eine Motorspritze „VW Automatik“ quasi als Zugabe zum Landrover in den Dienst gestellt. Da das Rüsthaus in St. Lorenzen einer Ortserneuerung weichen musste, hauste die Feuerwehr 6 Jahre in einer Wagenhütte beim Pötscherhof. Erst in den Jahren 1967 bis 1969 wurden die Baumeisterarbeiten für das neue Rüsthaus am heutigen Standort durchgeführt. Die feierliche Übergabe fand im Jahr darauf, am 15. August 1970 statt.

Ebenfalls 1970 erfolgte der Ankauf eines Handfunkgerätes. Um auch den in St. Lorenzen stationierten Jeep zu ersetzen, wurde 1973 unter Hauptmann Rudolf Mösenbacher ein Löschfahrzeug der Marke Ford Transit angekauft.

Zum 75 jährigen Gründungsfest im Jahre 1983 wurde das Rüsthaus St. Georgen eine neue Tragkraftspritze der Marke Ziegler seiner Bestimmung übergeben. Unter Kommandant Severin Ofner werden 1987 ein Kleinlöschfahrzeug mit Vierradantrieb der Type VW LT40 sowie 1992 ein Mannschaftstransportfahrzeug angeschafft. Im Jahre 1993 wurde die Freiwilige Feuerwehr St. Georgen zum Tauchstützpunkt des Bezirkes Murau ernannt. Gleichzeitig wird der Wehr ein Wasserdienstfahrzeug (Ford Transit) von der Landesregierung übergeben.

Ein großer Meilenstein vollzieht sich im Jahre 1998 mit dem Umbau und der Erweiterung des Rüsthauses in St. Lorenzen, welches ab nun auch die Heimstätte für die in St. Georgen untergebrachten Fahrzeuge und Geräte sowie Kameraden darstellt. Die Realisierung wurde durch große finanzielle Unterstützung der Gemeinde und der Bevölkerung sowie ca. 5000 geleisteter Arbeitsstunden der Feuerwehrkameraden unter Kommandant Georg Schaffer ermöglicht.

Die offizielle Einweihung dieser neuen Heimstätte der Freiwilligen Feuerwehr St. Georgen erfolgte am 02. Mai 1999. Im Jahre 2002 erfolgte der Ankauf eines Rüstlöschfahrzeuges mit Vierradantrieb. Durch eine Sammelbestellung mit fünf weiteren Wehren des Bezirkes konnte der Kaufpreis beträchtlich gemindert werden. Die Finanzierung erfolgte durch die Gemeinde, eine Förderung des Landes Steiermark und Eigenleistungen der Feuerwehr.

Die Einweihung erfolgte im darauf folgenden Jahr im Zuge der Florianifeier. Gleichzeitig wurde eine neue Tragkraftspritze BMW Fox, welche rein aus der Kameradschaftskasse bezahlt wurde, in den Dienst gestellt.

Im Frühjahr 2005 trafen die im Jahr davor bestellten Einsatzhelme ein. Durch die 70 neuen Einsatzhelme sowie die im Herbst 2005 neu angeschaffte Einsatzbekleidung ist die Feuerwehr diesbezüglich wieder am neuesten Stand und damit die Sicherheit der Feuerwehrkameraden im Falle eines Einsatzes wesentlich erhöht. Beide Anschaffungen erfolgten abermals alleinig durch die Finanzierung aus der Kameradschaftskass.

Die Kommandanten unserer Wehr:
1908- 1912 Hans Blumauer
1912- 1920 Johann Rosenkranz
1920- 1923 Engelbert Schwarz
1923- 1939 Johann Schlick
1939- 1958 Peter Schlick
1958- 1962 Rudolf Mösenbacher
1962- 1962 Peter Schaffer
1972- 1985 Rudolf Mösenbacher
1985- 1995 Severin Ofner
seit 1995 Georg Schaffer